Das Stattbad
Das ehemalige Stadtbad Wedding wurde 1907 von dem Architekten Ludwig Hoffmann erbaut, damals prägender Stadtbaurat Berlins. Das alte Erscheinungsbild des Stadtbad Weddings, glich in seiner ursprünglichen Form dem des Stadtbads in der Oderberger Straße, wurde im Zweiten Weltkrieg jedoch weitgehend zerstört. Im Stile der 50er und 60er Jahren mehrmals umgebaut, wurde der Badebetrieb Anfang 2002 eingestellt.
Seit 2009 kehrte nun das Leben zurück ins Stadtbad. Unter dem neuen Namen STATTBAD zog die Kunst ins alte Hallenbad ein. Zwischen Kacheln, Badewannen und Umkleidekabinen, zeigte sich die Vielfalt der zeitgenössischen Berliner Kunstwelt. Ob mit einem isländischen Streich- Orchester in der Schwimmhalle, Ausstellungen im Lichthof oder dem „Urban Affairs“ Streetart Festival im Stockwerk der alten Badewannenabteilung, die gut besuchten Umsetzungen haben die Tauglichkeit als Kunststandort bewiesen.
Die verkehrstechnisch Anbindung (Ringbahn, S1, U6) und die Nähe zum Hamburger Bahnhof, Hauptbahnhof und Heidestraße, bieten dem Standort erfolgsversprechende Potentiale. Oft als Problemkiez dargestellt, bietet der alte Arbeiterbezirk dennoch oder gerade deswegen ein authentisches und spannendes Umfeld, ebenso mit neuen wirtschaftlichen Potentialen, wie der neuen BND Zentrale, dem neu entstehenden Bayer Schering Campus und den schon jetzt zahlreich bestehenden Kulturstandorten, wie den Uferhallen, dem Ex-Rotaprint, der Kolonnie Wedding und Scherer8.
Fotos: Martin Rettschlag, Markus Küpper, Wolfgang Ganter, Cromatics, SKARK Orchester